Starke Österreicher

Weitsprung Frauen

Im Weitsprung der Frauen kam es zum Showdown der heimischen Elite, alle Top-Athletinnen waren am Start. Am besten präsentierte sich die Führende der Fünfkampf-Weltrangliste, Ivona Dadic (Union St.Pölten), sie gewann den Bewerb mit großartigen 6,35m, neuer Saisonbestleistung. Karin Strametz(SU Kärcher Leibnitz) kam mit 6,17m auf Rang 3, gleich dahinter landete Lokalmatadorin Verena Preiner (Union Ebensee) bei ihrem Saisondebüt mit 5,96m. U20-Weltmeisterin Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union) sprang zwar konstant an die 6m-Marke heran, konnte diese mit 5,92m aber nicht ganz knacken, es blieb Rang 5.

Ivona Dadic: „Ich war heute sehr gleichmäßig, fast jeder Sprung war über 6,20m. Auf die Sprünge kann man auf jeden Fall aufbauen. Im letzten Versuch habe ich durchs pushen vom Publikum noch ein paar Zentimeter rausholen können und so den Sieg geholt.“

Verena Preiner: „Mit den 5,96m bin ich grundsätzlich ganz zufrieden, aber da ist noch ein bisschen Luft nach oben für die nächsten Wettkämpfe. Die ungültigen Versuche waren wirklich weit, aber am Anlauf muss ich noch arbeiten, der war heute nicht konstant.“

60m Hürden Frauen

Nicht gelungen ist der Angriff auf das Hallen-WM-Limit im Hürdensprint der Frauen. Beate Schrott (Union St.Pölten) und Stephanie Bendrat (Union Salzburg LA) platzierten sich in einem starken internationalen Feld auf Rang 2 und 4, die WM-Norm von 8,14s verpassten aber beide.

Beate Schrott (Vorlauf 8,28s, Finale 8,27s): „Ich denke es kann dann mal sehr schnell gehen, dass einer nach unten ausreißt und das Limit dann da ist. Aber ich freu mich, dass ich wieder auf den 8,20er-Zeiten bin, ich bin damit sehr zufrieden. Ich war dann letzte Woche in Karlsruhe eigentlich sehr überrascht mit der Zeit und war total froh – ich glaube, dass ich auf einem guten Kurs bin.“

Stephanie Bendrat (Vorlauf 8,23s, Finale 8,29s): „Es war heute einfach nicht mein Tag, es hat einfach nicht funktioniert. Also ich war beim ersten Lauf schon nicht ganz zufrieden und jetzt mit dem zweiten auch überhaupt nicht. Es hat einfach von vorne bis hinten einfach nichts zusammengepasst.“

Stark auch Mehrkämpferin Verena Preiner (Union Ebensee), die in ihrem ersten Wettkampf nach Verletzungspause auf 8,50s kam und damit bis auf 6/100s an ihre Bestleistung heranlief.

„Ich bin noch nie so gut in eine Saison eingestiegen. 8,50s ist nur ein bisschen über der Bestleistung, und das beim ersten Rennen. Ich habe beim Start noch ein paar Fehler gemacht, aber hinten raus geht es schon richtig gut, die Spritzigkeit ist da. Also ich freue mich schon auf die weiteren Rennen.“

60m Frauen

Im 60m Sprint der Frauen zeigte Österreichs derzeit schnellste Frau Alexandra Toth (ATG) weiterhin tolle Form und kam im Finale mit 7,43s auf Rang 3, was die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere bedeutete (Vorlauf 7,50s).

„Ich war heute ein wenig müde, darum fehlen glaube ich die 3/100s auf meine Bestleistung aber damit bin ich sehr zufrieden. Es freut mich das ich auf so einem gleichmäßig hohen Niveau von 7,40ern laufen kann.“

Leider nicht am Start war Staatsmeisterin Viola Kleiser (Union St.Pölten), die Niederösterreicherin laboriert seit einigen Tagen an einer Fußverletzung und musste die Hallensaison vorzeitig beenden.

60m Männer

Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) ist seit Wochen in konstanter Form, in Linz sprintete er die 60m in 6,76s (VL) und 6,77s (Finale), was Rang 7 bedeutete.

„Ich bin zufrieden, dass ich jetzt so konstante Zeiten laufen kann, mit dem Ausreißer nach unten hat es heute leider nicht geklappt. Mir fehlt ein bisschen die Startschnelligkeit, das ist dasselbe Problem wie letztes Jahr, ich hoffe, dass ich das jetzt vor den Staatsmeisterschaften noch ausmerzen kann.“

800m Frauen

In diesem Bewerb konnte Anna Baumgartner (SU IGLA long life) ihren erst zwei Wochen alten ÖLV-U18-Rekord mit 2:09,15min erneut um mehr als eine Sekunde verbessern. Sie belegte damit Rang 4.

„Der Lauf hat für mich perfekt gepasst, ich habe relativ lang in der ersten Gruppe mitlaufen können und deswegen hat dann hinten raus eine gute Zeit rausgeschaut.“

International beachtlich waren vor allem die 6,60s von Zdenek Stromsik (CZE) über die 60m der Männer und die 7,27s der Tschechin Klara Seidlova über die 60m der Frauen.

Bericht: ÖLV / Fotos: PLOHE

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